Eine vielbehandelte Frage, aber hier ein Versuch:
Die Telekommunikationsunternehmen verkaufen keine fixen Geschwindigkeiten, das ist nicht möglich. Dafür hängt die Geschwindigkeit von zuviel ab.
Ich kenne das Prozedere am besten bei der Telekom. Folgendes Beispiel ist fiktiv. Dort liegt meistens ein Kupferkabel bis in die Wohnung. Das hat eine Dämpfung, die mit Entfernung steigt. Ist man zu weit vom nächsten Netzknoten, ist die maximale Geschwindigkeit technisch begrenzt. Neuere Techniken können da noch mehr raus holen, aber das dauert ja auch immer, bis die eingesetzt werden können und noch länger, bis man selbst einer der Glücklichen im Ausbaugebiet ist. Mit einer vergleichweise neuen (wenn auch keineswegs der neusten) Technik, VDSL, kann die Telekom z.B. bis zu 50Mbit/s über Kupferkabel übertragen. Mit ADSL vorher nur 16Mbit/s. Gehe ich in den T-Shop, prüfen sie meine Adresse (die Dämpfung konkret messen geht aber nicht ad-hoc) und sagen mir dann anhand der Entfernung zum nächsten Netz-Kasten, welche Technik an sich möglich ist. Diese Abfrage ist automatisiert und kann gar nicht genau sein. Bin ich nah genug am Netzknoten, um mit VDSL zu arbeiten, aber vielleicht nicht nah genug für 50Mbit/s verkaufen sie mir 25Mbit/s. Das klingt immer noch besser als nur 16. Sie wissen aber schon, dass sie keine 50 oder gar 40 oder gar 30 schaffen, also 25, denn die anderen Geschwindigkeiten haben sie nicht als Produkt (mit Absicht). So, beauftragt, alles angeschlossen, ausprobiert. Am Montag um 14 Uhr probiert, geht einwandfrei 23Mbit/s gemessen, zufrieden. Aber: Sonst war auch kaum einer am Surfen. Am Freitag 20 Uhr probiert, kommen nur noch 13Mbit/s. Ärgerlich, da kommen ja sogar mit 16Mbit/s mehr, denkt man sich da, und das wäre billiger gewesen. Falsch, denn der Nachbar mit 16Mbit/s hängt am selben Netzknoten und der ist genauso blockiert von den vielen anderen Nutzern, die gleichzeitig ins Internet wollen, um Big Bang Theory zu streamen. :-)
Die Telekom verspricht in dem Vertrag nur, dass an sich mit der Technik und der Anbindung bis zu soundsoviel Mbit/s leisten können. Eigentlich hat man da selten eine Garantie dafür. Wenn allerdings immer viel zu wenig raus kommt, kann man sicherlich das Produkt ändern. Die FIrmen wollen ja auch die Kunden nicht mehr verärgern als sie das schon tun ... denn unendlich Geld für Ausbau haben sie auch nicht. Die Marktanteile sinken überall, die Firmen bauen Mitarbeiter ab (erst Telekom, jetzt Vodafone). Dass da viel Geld für sinnloses bzw. "für weniger" heraus gehauen wird, das nennt man Kapitalismus. Macht aber erstmal nicht jeden, der in so einem Unternehmen arbeitet, zu Saten höchstpersönlich. :)
Fazit: Willst du QoS (Quality of Service, z.B. tatsächliche Mindest-Geschwindigkeit, Höchst-Verzögerung, etc.) musst du viel mehr bezahlen.
Fazit 2: 5Mbit/s ist tatsächlich viel zu wenig. Unbedingt Support anrufen und ganz wichtig: Jemand vor Ort kommen lassen, dabei möglichst den Nachbarn gleich mit ins Boot holen. Die Anbieter wollen einen meist erstmal damit abfrühstücken, dass sie den Fall "im System" prüfen und dass man sein Gerät zuhause prüfen/neustarten soll, etc. Ersteres können sie meist gar nicht bzw. tun es erst später, wenn das Ticket nicht anders geschlossen werden kann. Zweiteres hilft tatsächlich manchmal, nur verstehen die Leute am Telefon immer nicht, dass ich da schon alles ausprobiert habe und eben deshalb jetzt anrufe. :-D